Anja schreibt

Leinen los – über Aufwind, Aufwand und das Herzrasen vor dem Ablegen

Miriam Sowa & ich

Learning by doing.

Mein Partner ist ein Genie.
Genau wie ich.
Let your partner shine.

Anfang Januar erzählte mir Miriam von ihrem hochwertigen und – ja – angemessen hochpreisigen „Akquiseaufwind“-Programm. Eine gute Idee. Eine runde Idee. Und doch eine, die sie selbst noch ein wenig zweifeln ließ.

Wer in den letzten Tagen auf LinkedIn oder Instagram (@anjabalzerimprovisation) etwas mitverfolgt hat, weiß:
Ich ging in das erste Telefonat mit zwei Herzen in meiner Brust.
Eines schlug im Team der Zweifel.
Und eines für meine Freundin und ihre Begeisterung.

Da Miriam – auch wenn sie vielleicht nicht mehrere – dennoch ein großes Herz hat, war wohl auf beiden Seiten eine gewisse Form von Herzrasen spürbar.

Aufwind – und sofort auch Aufwand

Schon das erste Telefonat hat uns beiden Aufwind gegeben.
Gleichzeitig wurde etwas sehr deutlich:
Aufwind entsteht selten ohne Akquiseaufwand.

Und der bringt zuverlässig seine Begleiter mit:

  • Toll, aber …

  • keine Zeit

  • kein Geld

  • Priorisierung

  • keine Kapazität für Verbindlichkeit

  • eigentlich prima, aber zu kurzfristig

  • Akquise – da müsste ich auch mal was machen, aber … umsetzen ist gerade nicht dran

Alles bekannte Stimmen.
Alle nachvollziehbar.
Und trotzdem: Sie standen plötzlich sehr präsent im Raum.

Die Idee von der Gallionsfigur

Miriam hatte die Idee, mich für diese sechs Wochen zu ihrer Gallionsfigur zu machen.

Ich war zunächst einfach neugierig, was sie damit meinte.
Denn in meinem Kopf tauchten sofort andere Fragen auf:

Ich bin Gallionsfigur –
für welches Schiff eigentlich?
Wo geht es hin?
In welchem Zustand ist dieses Schiff?
Will ich wirklich los?
Oder ist es an Land nicht auch ganz schön?
Irgendwie sicherer?

Ist es eine Kreuzfahrt?
Ein Schlauchboot?
Lauern Piraten am Rand?
Habe ich eine Mannschaft?

Miriam als Kapitänin: aye aye.
AAAber …

Wissen, das nicht reicht

Es erinnerte mich an all die Dinge, von denen wir wissen, dass sie uns guttun würden.

Dehnübungen zum Beispiel.
Oder Wissensthemen, zu denen es unzählige Tutorials im Internet gibt.

Die Frage ist ja selten: Gibt es das Wissen?
Sondern eher:
Würde ich jemanden dafür bezahlen, mir Impulse zu geben, mich täglich zu erinnern –
wohl wissend, dass ich die eigentliche Arbeit allein zu Hause mache?

Und einmal die Woche treffe ich andere,
tausche mich aus, vergleiche mich – je nach Tagesform.
Und wenn ich mich dann nicht gut fühle,
bin ich vielleicht einfach noch nicht bereit für den Prozess?

Fragen über Fragen.

Anpassung vor Abreise

Noch bevor es richtig losging, wurde das Format angepasst.
Und das war der Moment, in dem etwas in mir aufatmete.

Sie setzt um, was sie propagiert:
Individualität vor Konzept.

So entstand – meiner Ambiguität entsprechend – ein sehr artgerechtes Format.

Denn ich bin weder zu 100 % extrovertiert
noch zu 100 % introvertiert.

Ich bin eine Mischform.
Ein Sowohl-als-auch-Typ.

Flexibel und verbindlich.
Willig und unwillig.
Frei, autark – und gleichzeitig struktur- und schwarmintelligenzbedürftig.

Leinen los

Die Segel blähen sich.
Aufwind ist da.
Leinen los.

Das Schiff hat den Hafen verlassen.

Für mich bedeutet das in den kommenden sechs Wochen:

  • geballtes Wissen aus dem kostenlosen Workshop,

  • Einzelcoaching,

  • und das „Akquise ohne Herzrasen“-Online-Café.

Wöchentlich, freitags um 15 Uhr buchbar.
Flexibel.
Präsent – obwohl online.
Ohne Folienvielfalt, sondern mit dem, was gerade oben aufliegt.

Nach dem ersten Cafétermin ging es allen Beteiligten besser.
Das nehme ich als ein gutes Zeichen.

Mein Herz?
Es klopft.
Ja, ein wenig schneller als gewöhnlich.
Aber nicht panisch.

Es bemerkt den Aufwind.
Und dass sich die Segel blähen.

Offenes Meer

Der Reisestart ist angenehm.
Am Abend war ich mein eigenes Schiff
und nahm ein entspannendes Wannenbad.

Denn ich reise aufs offene Meer.
Nicht auf einem Kanal.

Am Samstag wird geprobt.
Am Sonntag eine Kreativ-Osterreise in die Provence geplant.
Montag früh spiele ich mein Solostück Anna Tervoort in Krefeld.

Immer mobil.

Ich habe beschlossen, diese Reise zu dokumentieren –
mit Reels auf Instagram
und auch hier in Worten.

Nicht, weil ich schon weiß, wo ich ankomme.
Sondern weil ich unterwegs bin.

Leinen los.